Sicherheitspolitische Herausforderungen in Zeiten von Corona

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Die globale Corona-Epidemie verschärft die sicherheitspolitischen Herausforderungen weltweit. Dies ist insbesondere am Beispiel Israels deutlich. Die Hisbollah im Norden und die Hamas im Süden bedrohen mit iranischer Unterstützung ungeachtet der weltweiten Pandemie die Sicherheit der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

Wie Israel mit dieser Bedrohung in Zeiten der Krise umgeht und wie Deutschland und Europa zum Schutz Israels beitragen können, diskutierten der Bundesvorstand sowie die Internationale Kommission der Jungen Union Deutschlands am 18. Mai 2020 mit Arye Sharuz Shalicar, dem früheren Berater des israelischen Außenministers Israel Katz. Die Veranstaltung wurde von ELNET Deutschland organisiert.

Alle Teilnehmer waren sich der historische Verantwortung Deutschlands gegenüber dem jüdischen Staat sehr bewusst. In der vom Executive Director von ELNET Deutschland, Carsten Ovens, moderierten Diskussion wurde besonders unterstrichen, dass die Bundesrepublik dieser Verantwortung auch während der Coronakrise gerecht werden muss.

Arye Sharuz Shalicar lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Betätigungsverbot von Hisbollah in Deutschland, verwies aber auch darauf, dass die Terrororganisation nahezu vollständig aus dem Iran finanziert werde. Er appellierte an die Teilnehmer, keine Appeasement-Politik gegenüber dem Mullah-Regime auf Kosten der Sicherheit Israels und der gesamten Region zu betreiben. Deutschland betrachtet die Sicherheit Israels als Teil seiner Staatsräson, so wie es Bundeskanzlerin Merkel im Rahmen Ihrer Rede zum 60. Jubiläum des Staates Israel 2008 in der Knesset definierte. Daher dürfe es solange keine Annäherung mit der Islamischen Republik Iran geben, wie die iranische Führung die Vernichtung Israels als einen substanziellen Teil ihrer eigenen Staatsräson begreift.