Policy Briefing: Syrien, Iran und Russland – Neue Realitäten im Nahen Osten

Vier Jahre nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und über zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 haben sich die Machtverhältnisse in der Region grundlegend verschoben. Der Fall des Assad-Regimes in Syrien im Dezember 2024 sowie die militärische und innenpolitische Schwächung des Iran verändern die geopolitische Ordnung nachhaltig.

Israels Politik hat sich durch Waffenlieferungen an die Ukraine seit Juni 2025 der deutschen Linie angenähert, während Russland zunehmend als destabilisierender Akteur auftritt, der seine Verbündeten in Krisenzeiten jedoch kaum noch unterstützen kann. Gleichzeitig bleibt Syrien nach der Machtübernahme durch Ahmad al-Scharaa ein unberechenbarer Faktor. Die Türkei baut ihren Einfluss in der Region unterdes weiter aus.

Für Deutschland und Israel bedeutet dies, dass sich strategische Interessen annähern, auch wenn sie mit Blick auf Russland und den Iran noch nicht deckungsgleich sind. Um diese Entwicklungen einzuordnen und konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen, veröffentlicht ELNET das Policy Briefing „Syrien, Iran und Russland: Neue Realitäten im Nahen Osten“

Die Autoren Dr. Marie-Theres Sommerfeld (GIDS) und Dr. Marius Strubenhoff analysieren, wie sich die erodierende russische Machtposition und die strategische Defensive Teherans auf die europäische und israelische Sicherheit auswirken.