Strategische Folgen des Irankriegs für Israel, die Golfstaaten und Europa

Der Irankrieg trifft nicht nur Tel Aviv und Teheran, er hat auch regionale und internationale Folgen. Die iranischen Angriffe zwingen die Golfstaaten in einen politisch riskanten Balanceakt zwischen einem unberechenbaren Iran und einem unbeständigen US-Schutzschirm.

Die Eskalation trägt dazu bei, dass die Straße von Hormus, eine der strategisch bedeutendsten internationalen Handelsrouten, weitgehend geschlossen ist. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Stabilität der globalen Energieversorgung und birgt insbesondere für die europäische Energiesicherheit erhebliche Risiken, die bereits zu spüren sind.

Der Krieg verschiebt das regionale Machtverhältnis außerdem zugunsten Israels. Er eröffnet den Raum für eine stille Intensivierung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen Israel und den Golfstaaten. Auch Europa sollte seine strategische Rolle in der sich wandelnden Region überdenken, damit wirtschaftliche Stabilität und Energiesicherheit langfristig erhalten werden können.

Im neuen Policy Briefing beleuchtet Dr. Yoel Guzansky, Senior Researcher und Leiter des Gulf Research Field beim Institute for National Security Studies (INSS) in Israel, strategische Herausforderungen für die Golfstaaten, kurz- und langfristige regionale Entwicklungen und daraus resultierende Handlungsspielräume für Israel, die Golfstaaten und Europa.