Der Hamas-Israel-Krieg verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Medien und Informationsräumen und zeigt, wie digitale Technologien die Logik moderner Konflikte grundlegend verändern. Durch Livestreams wird Gewalt in Echtzeit global verbreitet, Narrative entstehen und zirkulieren binnen Sekunden.
Dieses Policy Briefing zeigt, dass terroristische Organisationen wie die Hamas dies zu ihrem Vorteil nutzen und die mediale Sichtbarkeit strategisch Teil ihres operativen Vorgehens ist. Ungeprüfte Informationen prägen die öffentliche Debatte, beeinflussen politische Entscheidungen und verstärken gesellschaftliche Polarisierung. Zugleich kollidiert die Fragmentierung staatlicher Kommunikationsstrukturen mit dem hochgradig organisierten Informationsapparat nichtstaatlicher Akteure.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erosion öffentlicher Vertrauensressourcen, geringe Medienkompetenz, Algorithmen der Plattformen und der Anstieg von israelbezogenen Antisemitismus.
In einem zunehmend umkämpften digitalen Informationsraum gilt es, regulatorische Handlungsoptionen und demokratische Resilienz zu stärken.
