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Deutsch-israelische Zusammenarbeit gegen hybride Bedrohungen auf See

Ob Sabotage kritischer Unterwasserinfrastruktur, Cyberangriffe oder illegale Drohnenüberflüge über Häfen und Schiffen: Die maritime Sicherheit wird zunehmend von hybriden Bedrohungen geprägt. Zugleich zeigen aktuelle Konflikte, wie sich traditionelle Kräfteverhältnisse durch kostengünstige unbemannte Systeme verändern.

Mit dieser Transformation gewinnt die etablierte deutsch-israelische Zusammenarbeit im maritimen Bereich weiter an strategischer Bedeutung. Diese Kooperation stand im Mittelpunkt des ESDI Roundtables „Maritime Security: From Decades of Cooperation to Sailing the Seas Ahead“, der Mitte Juni im Rahmen der ELNET Security & Defense Initiative (ESDI) in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Hamburg stattfand.

Aufbauend auf dem ESDI Policy Briefing German–Israeli Cooperation in Maritime Security: Sailing Ahead in an Era of Hybrid Threats brachte ELNET Fachleute aus Militär, Behörden, Wissenschaft, Industrie und Startups zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu analysieren und gemeinsame Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Die Diskussion unterstrich, dass maritime Sicherheit heute weit über den klassischen Schutz von Seewegen hinausgeht. Kritische Hafeninfrastruktur, Unterseekabel und Offshore-Energieanlagen stehen zunehmend im Fokus hybrider Bedrohungen.

Gleichzeitig entstehen durch technologische Abhängigkeiten, Cyberangriffe und verwundbare Lieferketten neue strategische Herausforderungen, die sich nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigt lassen. Es gilt, die deutsch-israelische Zusammenarbeit im Bereich der maritimen Cybersicherheit auszubauen und durch einen engeren Austausch zwischen EU, NATO und Israel die gemeinsamen Bedrohungen auf See besser zu verstehen.

Die Teilnehmer hoben hervor, dass der maritime Gefechtsraum zunehmend durch autonome Systeme, Künstliche Intelligenz und vernetzte Sensorik geprägt wird. Operativer Erfolg wird künftig weniger von einzelnen Plattformen abhängen als vielmehr von der Fähigkeit, diese in einem integrierten „System of Systems“ zusammenzuführen. Das im Februar an die deutsche Marine ausgelieferte unbemannte Unterwassersystem „Blue Whale“ steht beispielhaft für das Potenzial der Zusammenarbeit.

Ein German-Israeli Defense Tech Hub für maritime Sicherheit könnte hier ansetzen, indem er den Technologietransfer zwischen den beiden Ländern beschleunigt, Startups im Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich fördert und die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung, Investoren und staatlichen Institutionen institutionalisiert.

Darüber hinaus wurde deutlich, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht, um den heutigen Herausforderungen zu begegnen. Künftige Konflikte begünstigen vor allem Organisationen und Gesellschaften, die schnell lernen, sich rasch an neue Bedrohungen anpassen und auch unter Unsicherheit handlungsfähig bleiben.

Angesichts der dauerhaften Bedrohungslage ist diese Resilienz in Israel tiefverankert. Übungen, die die zivil-militärische Zusammenarbeit, den Personalaustausch und regelmäßige strategische Dialoge zwischen Deutschland und Israel in den Fokus nehmen, können dazu beitragen, das Verständnis für die notwendige kulturelle Veränderung zu stärken.

Den ausführlichen Report finden Sie hier:

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