Der lange Weg zur Wiedergutmachung – Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

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In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 geschändet und im folgenden Jahr abgerissen: Dies ist das Schicksal der größten Synagoge Norddeutschlands, die nach der Einweihung im Jahre 1906 das Hamburger Grindelviertel zierte. Heute erinnert ein Mosaik am Boden sowie eine Gedenktafel auf dem Joseph-Carlebach-Platz an das ehemalige Zentrum jüdischen religiösen Lebens in der Hamburger Innenstadt. 

Seit einigen Monaten stehen die Zeichen jedoch auf Veränderung. Nachdem die Hamburgische Bürgerschaft im Februar 2020 einstimmig für den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge votierte (die vollständige Debatte findet sich hier), hat der Bund im November desselben Jahres 65 Millionen Euro für die Kosten des Wiederaufbaus bewilligt.

Dennoch ist aller Anfang schwer. Daher hat sich Ende vergangenen Jahres die Initiative „Nein zu Antisemitismus – Ja zur Bornplatzsynagoge“ gefunden, welche sich partei- und konfessionsübergreifend für den Wiederaufbau engagiert.

Die Bornplatzsynagoge im Hamburger Grindelviertel ist nur eines von vielen durch die Nationalsozialisten geschändeten und zerstörten jüdischen Gemeindehäusern. Dazu kommen Gebäude wie die Gerresheimer Synagoge in Düsseldorf, die noch im Jahre 1984 einem antisemitischen Angriff zum Opfer fiel und daraufhin abgerissen werden musste. Nach der Entscheidung zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge stellt sich nun die Frage, inwiefern gesammelte Erfahrungen für Wiederaufbaubemühungen anderer zerstörter jüdischer Synagogen nutzbar gemacht werden können.

Um den gesellschaftlichen Austausch hierzu zu fördern, lädt ELNET Deutschland am 20.01.2021 um 18:00 Uhr eine virtuelle Podiumsdiskussion mit dem Titel „Der lange Weg zur Wiedergutmachung – Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

Die Diskussion wird mit einem Grußwort von Stephan Mayer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat eingeleitet. Weitere Gesprächspartner sind:

  • Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
  • Serap Güler, Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
  • Daniel Sheffer, Gründer der Initiative zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

Moderiert wird die Veranstaltung von Carsten Ovens, Executive Director der ELNET Deutschland. Im Laufe der Veranstaltung wird es auch Möglichkeiten geben, Fragen an das Podium zu richten.

Eine Anmeldung ist über diesen Link möglich. Wir freuen uns auf eine anregende Debatte!

ANMELDUNG

Bildquelle: https://www.bornplatzsynagoge.org/geschichte