Internationale Antisemitismuskonferenz

Nur 14 der 27 EU-Mitgliedstaaten verfügen über nationale Strategien gegen Antisemitismus. Gleichzeitig gibt es in Deutschland wie in einigen anderen Ländern heute wohl so viele politische Unterstützung gegen Antisemitismus wie nie zuvor – und doch nimmt der Hass gegen Juden hierzulande wie andernorts zu. Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordzahl von über 3.000 antisemitischen Straftaten in Deutschland verzeichnet. 

Viele kursierende antisemitische Verschwörungstheorien und Stereotypen bleiben zudem oftmals unwidersprochen und verbreiten sich so insbesondere in den Sozialen Medien ungehindert weiter. Auch im Kulturbetrieb kommt es regelmäßig zu antisemitischen Entgleisungen – die Documenta 15 ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Nicht zuletzt ist es medial wie gesellschaftlich salonfähig, unter dem Deckmantel der Israelkritik antisemitische Vorurteile zu nähren. 

All das verdeutlicht: Ein konzertiertes internationales Vorgehen gegen Antisemitismus ist notwendig. Vor diesem Hintergrund lädt ELNET am 27. – 28. März 2023 zur Internationalen Antisemitismuskonferenz in Berlin. Diesjähriger Schirmherr ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Die Konferenz soll dem Austausch führender internationaler Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung, Kultur und Wissenschaft eine Bühne eröffnen. Dabei soll in Panels, Workshops und Vorträgen eine Bestandsaufnahme zu bestehenden Maßnahmen auf EU- und Nationalstaaten-Ebene erfolgen, Best-Practice-Beispiele geteilt und gemeinsame Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Übergeordnetes Ziel ist es, künftig gezielt und mit vereinter Kraft Hass gegen Juden zu bekämpfen. 

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt. Weitere Informationen zum Program folgen.


kjljlk

Only 14 of the 27 European Union’s member states have national strategies against antisemitism. At the same time, support for fighting antisemitism is at its highest point ever in Germany. Yet, antisemitism is rising, too. In 2022 more than 3,000 criminal offences with antisemitic background were recorded. It is estimated that only about 20 percent of incidents are reported. 

Too few people speak out against antisemitic conspiracy theories and stereotypes which spread easily in social networks. In the cultural sphere, too, antisemitism is a pervasive issue – the scandal surrounding Documenta 15 is only the tip of the iceberg of this phenomenon. Criticism of Israel often acts as a vehicle that allows antisemites to give their views the semblance of legitimacy. 

All of this shows that a common international effort against antisemitism is needed. Therefore, ELNET organizes the International Antisemitism Summit in Berlin on March, 27 – 28th. Christian Wulff, former President of Germany, is this year’s patron. The two-day conference will provide leading international decision-makers from political, civil service, cultural, and research backgrounds to meet and exchange knowledge as well as strategies. Panels, workshops, and keynotes will provide an overview of existing efforts on the European as well as member state level. At the same time, participants will share best practice examples and come up with common policy recommendations for a coordinated effort against antisemitism. 

The conference will be held in English. Further updates will follow.